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Überraschungssieg von Irina Mikitenko beim Flora London Marathon

13.04.2008

Start zum Flora London Marathon 2008
© onEdition

Artikel des Running News Network - runnn.com

Irina Mikitenko hat die Sensation perfekt gemacht - sie gewann den Flora London Marathon in neuer deutscher Bestzeit von 2:24:14 Stunden. Erst im vergangenen Jahr bestritt sie ihr Marathondebüt in Berlin, wo sie einen hervorragenden zweiten Platz hinter Gete Wami belegte. Der Marathon in London war erst ihr zweiter offizieller Lauf über die 42,195 km.

Die Russin Svetlana Zakharova wurde Zweite, während Gete Wami nach einem Sturz bei einer Verpflegungsstation am Kilometer 30 nur noch den dritten Platz belegen konnte.

Mikitenko lief im gesamten Rennen sehr souverän und machte den entscheidenden Schritt zum Sieg mit einer Tempoerhöhung etwa 4 km vor dem Ziel. Sie verbesserte mit ihrem Sieg in London den deutschen Rekord, der bisher bei 2:24:35 Stunden stand.

Bei den Männer gewann Martin Lel zum dritten Mal in vier Jahren den hochkarätig besetzten Londoner Marathon. Nach 2005 und 2007 konnte er sich nun in einem Sprint gegenüber Sammy Wanjiru (2:05:24 Stunden) durchsetzen und in einer persönlichen Bestzeit sowie in Streckenrekordzeit von 2:05:15 Stunden die Ziellinie überqueren. Lel, Wanjiru und auch der Drittplazierte Abderrahim Goumir unterboten den bis dahin von Khalid Khannouchi gehaltenen Kursrekord, der 2002 in damaliger Weltbestzeit 2:05:38 gelaufen war.

Bei der Halbmarathon Marke erreichte die Führungsgruppe eine hervorragende Zeit von 61:12 Minuten, die eine noch schnellere Endzeit vermuten lies. Bei Kilometer 30 verabschiedete sich unter anderem Felix Limo aus der Spitzengruppe und auch die Pacemaker stiegen aus. In der Folge wurde das Rennen etwas langsamer.

Zum ersten Mal in seiner Geschichte musste die Strecke des Flora London Marathon während der Veranstaltung geändert werden, da ein Leck an einer Gasleitung in der Nähe der Tower Bridge gemeldet wurde. Durch die Streckenveränderung wurde die Strecke letztlich um rund drei Meter länger.

Gleichzeitig war das Rennen das hundertjährige Jubiläum der modernen Marathondistanz. 1908 bei den Olympischen Spielen wurde zum ersten Mal über die inzwischen klassische Entfernung von 42,195 Kilometer (26,2 Meilen) von Windsor Castle nach White City gelaufen.


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