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Das Sportverhalten der Bevölkerung hat sich verändert

Studie: Vereine müssen sich dem gesellschaftlichen Wandel stellen

09.06.2005

"Sport in Metropolen" heißt das gemeinsame Projekt des Ministeriums für Städtebau und Wohnen, Kultur und Sport des Landes NRW, des Landessport-Bundes NRW, des Stadtsport-Bundes Köln, der Stadt Köln sowie des Institutes für Sportsoziologie der Deutschen Sporthochschule Köln (DSHS).

Kölner Projekt analysiert gesellschaftlichen Wandel
 
Unter der Projektleitung des DSHS-Institutes wird das Sport- und Bewegungsverhalten in Köln analysiert, und es sollen die vom gesellschaftlichen Wandel beeinflussten Veränderungen im Sport- und Bewegungsverhalten der Bevölkerung herausgearbeitet werden. Ziel ist die Erneuerung, Erweiterung und Verbesserung der Sport- und Bewegungskultur in der Domstadt, alles unter den Leitthemen "Jugend und Sport", "Sportstättenentwicklung" sowie "Vereinsmanagement".
 
Studie: Vereine müssen sich dem gesellschaftlichen Wandel stellen
 
Die bisher erhobenen Daten machen deutlich, dass sich das Sportverhalten verändert hat, meint Professor Volker Rittner, Leiter des Instituts für Sportsoziologie an der DSHS. "Blickt man auf den Anteil vereinsgebundenen Sporttreibens, dann wird der gesellschaftliche Wandel besonders markant: 23 Prozent der Domstädter sind in Vereinen aktiv, nur wenig mehr als in kommerziellen Einrichtungen." Der organisierte Sport müsse sich dieser Wettbewerbssituation zukünftig noch stärker stellen. Problematisch sei auch, dass 50 Prozent der Vereine unter einem Mangel an ehrenamtlicher Mitarbeit leiden. Bisher war das die traditionell wichtigste Personalressource. 
 
Der selbstorganisierte Sport

Mittlerweile hat sich eine dritte Säule neben Vereins- und kommerziellen Angeboten etabliert, der selbstorganisierte Sport. Ein deutlicher Hinweis auf die Individualisierung der Gesellschaft ist der Anstieg der Läufer und Radfahrer in der freien Natur. "Es sollte aber nicht verkannt werden, dass der organisierte Sport weiterhin Vorteile, zum Beispiel in den Bereichen Wettbewerbsorganisation und Sozialintegration, hat. Er sollte die gewandelten Sportbedürfnisse aber genau beachten", erklärt Richard Förg, Projektkoordinator am Institut für Sportsoziologie.

Quelle:

www.dsb.de



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